Plädoyer gegen Billiglohn
Protest – Arbeitsloseninitiative organisiert „Kritischen Stadtrundgang“
Leiharbeit an der Tegut-Kasse
Unterdessen führt am Donnerstag der Weg der Demonstranten zur Tegut-Filiale am Marktplatz. „In vielen Tegut-Läden an den Kassen sind Leiharbeiter eingesetzt“, sagte Verdi-Sekretär Horst Gobrecht, deren Löhne lägen unter 7,50 Euro. Ein Leiharbeitsunternehmen, das Mitarbeiter zum Regale auffüllen stellte, habe 6,50 Euro Stundenlohn zugesagt. 51 Prozent dessen, was nach Tarif bezahlt werden soll. „Wir können uns die Vorwürfe nicht erklären“, hieß es aus der Tegut-Zentrale. Weiter wollte das Unternehmen gegenüber dieser Zeitung zu den Vorwürfen keine Stellung nehmen.
Letzte Station war der Personalservice Arcus Plan AG in der Holzstraße. Galida-Mitglied Helmut Angelbeck hatte sich dort als Produktionshelfer beworben, schilderte er. Vor Abschluss eines Arbeitsvertrages hätte er ein bis zwei Tage Probearbeiten sollen, „ohne dafür bezahlt zu werden“. Auch nach Vertragsschluss wäre nicht vorgesehen gewesen, die Probearbeit zu bezahlen. „Das ist illegale Beschäftigung“, fand Angelbeck. Von der Arcus Plan AG gab es am Freitag ebensowenig wie von Kik eine Stellungnahme.
Darmstädter Echo, 04.05.2013







