Archiv für die Kategorie ‘Darmstädter Bündnis für soziale Gerechtigkeit’

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Staatstheater: Karten zum halben Preis für Sozialhilfeempfänger

8. April 2012

Darmstädter Echo vom 28. März 2012:

Ab sofort können Darmstädter, die Sozialhilfe, Grundsicherung im Alter und bei Erwerbsminderung oder Arbeitslosengeld II beziehen, Karten für Vorstellungen des Staatstheaters Darmstadt zum ermäßigten Preis kaufen.

Die Stadt Darmstadt teilte am Mittwoch mit, für diese Bevölkerungsgruppen gelte nun dieselbe Ermäßigung wie für Menschen in Ausbildung. Sie zahlen die Hälfte des Kartenpreises, ausgenommen sind Premieren, Gastspiele, Sonderveranstaltungen und Veranstaltungen für Kinder. Diese Neuerung plant das Staatstheater Darmstadt seit Beginn der Spielzeit 2011/2012, nun wird sie durch eine Kooperation mit dem Sozialdezernat ermöglicht. „Ein Schauspiel können die Berechtigten mit der Ermäßigungskarte ab vier Euro sehen, eine Oper ab 4,25 Euro“, so Jürgen Pelz, Geschäftsführender Direktor des Staatstheaters Darmstadt.

In einer Pressemitteilung wird die Darmstädter Stadträtin Barbara Akdeniz zitiert: Sie freue sich über das Engagement des Staatstheaters, das dazu beitrage, Bürgern mit geringem Einkommen die Teilhabe am kulturellen Leben zu ermöglichen. Die Preisreduzierung sei von der Stadt Darmstadt jedoch nur als Zwischenlösung gedacht. Sie freue sich, „dass das Staatstheater Interesse an der Mitwirkung bei der von uns in Kooperation mit dem Bündnis für soziale Gerechtigkeit geplanten Einführung einer ,Sozialcard‘ für einkommensschwache Haushalte signalisiert hat“.

Die nötige Bescheinigung zur Vorlage am Staatstheater können Arbeitslosengeld-II-Empfänger beim Eingangsservice des Jobcenters Darmstadt erhalten, bei Erwerbsminderung oder Empfang von Sozialhilfe sowie Grundsicherung im Alter sind die Sachbearbeiter der Abteilung Soziale Hilfen des Darmstädter Amts für Soziales und Prävention zuständig. Unter Vorlage dieser Bescheinigung stellt das Staatstheater Darmstadt dann eine Ermäßigungskarte im Scheckkartenformat aus, die keinen Rückschluss darauf zulässt, dass der Inhaber Sozialleistungen bezieht. Beim Kartenkauf und Theaterbesuch dient sie wie ein Schüler- oder Studentenausweis als Nachweis für die Berechtigung, ermäßigte Karten zu kaufen und zu nutzen. Weitere Auskünfte erteilt die Vorverkaufskasse des Staatstheaters Darmstadt unter der Telefonnummer 06151 2811600.

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Wer ist das Darmstädter Bündnis für soziale Gerechtigkeit?

1. Januar 2012

Zur Information:

Wer ist das Darmstädter Bündnis für soziale Gerechtigkeit?

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Rede von Helmut Angelbeck auf der Kundgebung vom Darmstädter Bündnis für soziale Gerechtigkeit am 04.12.2010

13. Dezember 2010

Vorworte durch Moderator Bastian Ripper, Caritasverband Darmstadt e.V.

Helmut Angelbeck ist Sprecher der GALIDA (Gewerkschaftliche Arbeitsloseninitiative Darmstadt):

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Reaktionen auf die Kundgebung des Darmstädter Bündnis am 04.12.2010

6. Dezember 2010

Artikel im Darmstädter Echo vom 06.12.2010:

http://www.echo-online.de/region/darmstadt/-Regelsatz-soll-angehoben-werden-;art1231,1423696

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Darmstadt: Sozialprotest trotz(t) eisiger Kälte

4. Dezember 2010

Die vorherrschenden sibirischen Verhältnisse in der Sozialpolitik der schwarz/gelben Bundesregierung waren beim heutigen Aktionstag des

Darmstädter Bündnis für soziale Gerechtigkeit wahrhaft in jeder Pore der beteiligten AktivistInnen leibhaftig zu spüren.

Bei dauerhaften Temperaturen unter Null und eiskaltem Wind wurde es Dank guter Redebeiträge und kreativer Infostände doch eine Kundgebung, bei dem es einem warm werden konnte ums politische Herz.

Helmut Angelbeck, GALIDA am 04.12.2010, Luisenplatz Darmstadt

Helmut Angelbeck, GALIDA am 04.12.2010, Luisenplatz Darmstadt

Helmut Angelbeck von der GALIDA machte den Auftakt bei den Redebeiträgen. Er kritisierte die schon seit Jahren – egal ob unter rot/grün, schwarz/rot oder schwarz/gelb fortgesetzten Abbau sozialer Rechte und Leistungen. Er rief dazu auf, einen langen Atem im Widerstand zu haben. Er setzt seine Hoffnungen in eine stärkere Gegenwehr der Betroffenen selbst. Wer sich nicht wehrt – lebt verkehrt!

Margit Heilmann, Mieterbund Darmstadt am 04.12.2010, Luisenplatz Darmstadt

Margit Heilmann, Mieterbund Darmstadt am 04.12.2010, Luisenplatz Darmstadt

Margit Heilmann, Geschäftsführerin beim Mieterbund Darmstadt e.V. betonte in ihrem darauf folgenden Redeitrag, dass die Kürzungen in den Programmen der sozialen Städtebauförderung genauso wie die Kürzungen beim Wohngeld in erster Linie arme Menschen treffen. Hiergegen protestiere der Mieterbund als Lobbyorganisation von Mieterinnen und Mietern aufs Schärfste – deshalb sei man auch Mitstreiter im Darmstädter Bündnis geworden.

David Skurowski, Darmstädter Sozialhilfegruppe am 04.12.2010, Luisenplatz Darmstadt

David Skurowski, Darmstädter Sozialhilfegruppe am 04.12.2010, Luisenplatz Darmstadt

David Skurowski von der Darmstädter Sozialhilfegruppe nahm sich im dritten Redebeitrag der Kundgebung die “Angstmaschinerie” ARGE vor und zeigte in einem differenziert ausgearbeiteten Redebeitrag, wie Menschen von der Ämterbürokratie behandelt und “verwaltet” werden.
Es wurde sehr deutlich, dass die Forderungen nach Regelsatzerhöhzungen wichtig sind, aber stets auch das Klima, welches in den Amststuben der Behörden weht, thematisiert und skandalisiert werden muss.
Als vierter Redebeitrag sprach Frank Hillerich vom Diakonischen Werk Darmstadt-Dieburg über die statistischen Tricks, mit denen die Bundesregierung die ALG II Regelsätze
Frank Hillerich, Diakonisches Werk Darmstadt am 04.12.2010, Luisenplatz Darmstadt

Frank Hillerich, Diakonisches Werk Darmstadt am 04.12.2010, Luisenplatz Darmstadt

künstlich herunterrechnet. Er machte deutlich, dass mit den aktuellen Sätzen eine Teilhabe am sozialen und kulturellen Leben der Gesellschaft nicht möglich ist.
Neben den Redebeiträgen hatte die GALIDA auf einem großen Tisch dutzende Lebensmittel des täglichen Bedarf aufgereiht. Passantinnen und Passanten wurden aufgefordert, aus den dortigen Lebensmitteln einen Tagessatz für ALG II EmpfängerInnen zusammenzustellen. Es zeigte sich rasch – nur der Griff zum allerbilligsten und wenig Obst und Gemüse garantieren ein Auskommen mit dem Einkommen ALG II oder Sozialhilfe.
Alles in allem: Ein gelungener Aktionstag des Bündnis, der Mut für eine Fortsetzung 2011 macht.
Weitere Bilder vom 04.12.2010:
Regelsatz-"Spiel" der GALIDA

Regelsatz-"Spiel" der GALIDA

Finanzhai des DGB Darmstadt am 04.12.2010, Luisenplatz Darmstadt

Finanzhai des DGB Darmstadt am 04.12.2010, Luisenplatz Darmstadt

Ernst Wiederhold (Evangelische Erwachsenenbildung), Norbert Mander (Dekan Evangelisches Dekanant) und Andreas Reifenberg (Katholisches Dekanat) bei der Kundgebung am 04.12.2010

Ernst Wiederhold (Evangelische Erwachsenenbildung), Norbert Mander (Dekan Evangelisches Dekanant) und Andreas Reifenberg (Katholisches Dekanat) bei der Kundgebung am 04.12.2010

Caritas Darmstadt e.V. Infostand am 04.12.2010, Luisenplatz Darmstadt

Caritas Darmstadt e.V. Infostand am 04.12.2010, Luisenplatz Darmstadt

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