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Am 18.08.10: GALIDA-Aktion gegen Ausbeutung bei Tegut

13. August 2010

Echo-Artikel Ausbeutung bei Tegut

Hallo Kolleginnen und Kollegen,

die „Gewerkschaftliche Arbeitsloseninitiative Darmstadt“ (GALIDA) führt am 18. August (ab 11.00 Uhr) eine Protestkundgebung vor der Tegut-Filiale in der Ludwigstr. 2 durch.

Auslöser für diesen Protest war ein Beitrag im Darmstädter Echo (7./8.08.2010) unter dem Titel „Schuften für einen Minilohn“: (http://www.echo-online.de/nachrichten/wirtschaft/wirtschaftsuedhessen/Schuften-fuer-einen-Minilohn;art1155,1062143).

In diesem Artikel wird die Praxis des Zeitarbeitsunternehmens „Teamwork –
Die Büttgen GmbH“ thematisiert, welches ihren MitarbeiterInnen u.a. auch in Tegut-Filialen arbeiten lässt.

Für ihre Tätigkeit erhalten diese Kolleginnen und Kollegen von „Teamwork – Büttgen“ einen Hungerlohn von 5,20 Euro. Diese Löhne scheinen aber die Geschäftsführung der Supermarktkette Tegut nicht weiter in ihrer Selbstzufriedenheit zu stören.

Das Verhalten des Leiharbeitsunternehmens „Teamwork – Büttgen GmbH“ steht exemplarisch für eine Branche, die durch den Gesetzgeber – in diesem Fall die ehemalige SPD-Grünen Koalition – in die Lage versetzt wurde, mit unternehmernahen Scheingewerkschaften, u. a. dem „Christlichen Gewerkschaftsbund“, Tarifverträge abzuschließen, die praktisch nichts anderes als Hungerlöhne beinhalten.

Bei solchen Dumpinglöhnen wundert sich niemand mehr, dass der Staat seit
Einführung von Hartz IV sage und schreibe 50 Milliarden Euro ausgegeben hat, um besagte Niedriglöhne auf die Regelsatzhöhe des Arbeitslosenheld II „aufzustocken“ (siehe in der Anlage: Kleine Anfrage des Abg. Bocklet (MdL): „Aufstockung des Lohns durch ALG II“ (in Hessen)).

Kleine Anfrage Niedriglohn

Wir Erwerbslose wissen, dass die Einführung von Hartz IV mitentscheidend
dafür war, dass die BRD nun europaweit den größten Niedriglohnsektor hat.
Das war von allen „Hartz IV-Parteien“ auch so gewollt, und die Unternehmer
sind „in Partylaune“.

Mit dieser Praxis muss endlich gebrochen werden. Die GALIDA fordert deshalb
in einem ersten Schritt die Einführung eines bundesweiten gesetzlichen
Mindestlohns von 8,50 Euro und die sofortige Erhöhung des Hartz IV
Regelsatzes um mindestens 80 Euro.

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