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Trotz Dauerregen: Guter Auftakt des Darmstädter Bündnis für soziale Gerechtigkeit

25. September 2010
Auftakt: Verdi-Sekretär Horst Gobrecht eröffnet die Kundgebung

Auftakt: Verdi-Sekretär Horst Gobrecht eröffnet die Kundgebung

Obwohl das Wetter trotz Beteiligung von evangelischer und katholischer Kirche nicht auf unserer Seite war und es dauerhaft regnete, konnte mit Kundgebung & Infoständen am heutigen Samstag das Darmstädter Bündnis für soziale Gerechtigkeit einen guten Auftakt im Protest gegen die sozialen Sparpakete geben. Zahlreiche Informationsstände informierten die Passanten auf dem Darmstädter Luisenplatz über die Hintergründe der beschlossenen oder befürchteten Sozialkürzungen auf Bundes-, Landes- und kommunaler Ebene.

Infostände von GALIDA und Caritasverband Darmstadt e.V.

Infostände von GALIDA und Caritasverband Darmstadt e.V.

Neben Verdi Südhessen waren das Diakonische Werk Darmstadt, der Caritasverband, das Katholische und Evangelische Dekanat Darmstadt, die Arbeistlosengruppe KOMPASS und die GALIDA mit Ständen vetreten. Zahlreiche Einzelpersonen aus dem Bündnis schauten trotz des Wetters bei der Kundgebung vorbei. Die GALIDA hatte unter dem Motto: „Sozialstaat statt Suppenküche“ ca. 100 Portionen vegetarisches Chili zubereitet, welches gegen freiwillige Spende an die KundgebungsteilnehmerInnen abgegeben wurde.

GALIDA: Sozialstaat statt Suppenküche!

GALIDA: Sozialstaat statt Suppenküche!

Das Chili wurde für gut befunden  – der Topf schließlich leer: Ohne Mampf kein Kampf!

Nach dem Auftakt der Redebeiträge von Horst Gobrecht von Verdi schloßen sich Redebeiträge von Andreas Reifenberg vom Katholischen Dekanat, Frank-Gerfelder-Jung von GALIDA und Ernst Wiederhold vom Evangelischen Dekanat an. Alle Redner betonten, dass die Sozialkürzungen zur sozialen Spaltung der Gesellschaft beitragen und die schon vorher vorhandene massive Schieflage zwischen Arm und Reich noch weiter ausbauen würde. Daher sei geschlossenes Agieren gegen diese Politik dringend von Nöten.
Andreas Reifenberg, Katholisches Dekanat Darmstadt: "Sparpakete stoppen!"

Andreas Reifenberg, Katholisches Dekanat Darmstadt: "Sparpakete stoppen!"

Im Anschluss an die Kundgebung begeisterte das bekannte Darmstädter Polit-Kabarett „Kabbaratz“ mit einem für die Kundgebung passenden Stück rund um die „Löcher“ im sozialen Netz. Die gute Stimmung wurde dann schließlich durch eine engagierte Band von zwei Straßenmusikern bis zum Ende der Kundgebung weitergetragen. Es darf festgestellt werden: Ein guter Auftakt der Proteste in Darmstadt. Doch es bedarf noch mehr, um eine wirksame Gegenmacht aufzubauen und Sozialkürzungen stoppen zu können.
Frank Gerfelder, GALIDA:"Jetzt breiten Widerstand organisieren!"

Frank Gerfelder, GALIDA:"Jetzt breiten Widerstand organisieren!"

Ernst Wiederhold, Evangelisches Dekanat:"Faire Löhne umsetzen!"

Ernst Wiederhold, Evangelisches Dekanat:"Faire Löhne umsetzen!"

Kabbaratz in Aktion

Kabbaratz in Aktion

Straßenmusiker sorgten für gute Stimmung

Straßenmusiker sorgten für gute Stimmung

Diakonie: Wann kommt die Französische Revolution?

Diakonie: Wann kommt die Französische Revolution?

3 Kommentare

  1. Auch wenn es perfekt zum Thema passte: das Stück von Kabbaratz war nicht eigens für die Demo geschrieben worden.


  2. Das klingt ja alles besser als ich mir vorgestellt hatte. Glückwunsch und Erfolg!


  3. Wir vom Weiterstädter Verein „Für ein Sozialeres Miteinander“ sind diesem Bündnis beigetreten, um mit den Bündnispartnern gemeinsam dem Abbau des Sozialstaates entgegen zu treten. Die gestrige Veranstaltung hat nun bewiesen, dass auch schlechtes Wetter verantwortungsbewusste Menschen nicht davon abhalten kann, ihrem Protest öffentlich ein Gesicht zu geben und der sozialen Kälte der heutigen Regierung(en) eine Absage zu erteilen.
    Ich bin fest davon überzeugt, dass dieser ersten Veranstaltung viele Weitere und hoffentlich auch vielerorts folgen werden und dadurch endlich das Bewusstsein in der Bevölkerung Platz greift unter der Maxime:“Der Sozialstaat muss uns gehören!“
    Ich hoffe auf viele weitere Mitstreiter für ein sozialeres Miteinander!



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