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Darmstädter Bündnis für soziale Gerechtigkeit und Stadt Darmstadt gemeinsam für Sozialpass

19. Mai 2012

Die GALIDA unterstützt als aktives Mitglied des Darmstädter Bündnis für soziale Gerechtigkeit die gemeinsame Arbeit mit Sozialdezernentin Akdeniz um die Schaffung eines Darmstädter Sozialpass.

Hier die gemeinsame Presseerklärung von Stadt Darmstadt und Bündnis im Wortlaut:

Sozialdezernentin Barbara Akdeniz und Sozialverbände ergreifen die Initiative

Rund 15.000 Bürgerinnen und Bürger der Wissenschaftsstadt Darmstadt sind auf Arbeitslosengeld II, Hilfe zum Lebensunterhalt, Grundsicherung im Alter und bei Erwerbsminderung und Wohngeld angewiesen, um ihren Lebensunterhalt bestreiten zu können. Eine Teilhabe am sozialen und kulturellen Leben ist diesen Menschen kaum möglich. Die Wissenschaftsstadt Darmstadt plant daher in Kooperation mit dem Bündnis für soziale Gerechtigkeit die Einführung eines Sozialpasses für Bürgerinnen und Bürger mit geringem Einkommen in Darmstadt.

Sozialdezernentin Barbara Akdeniz hat vor diesem Hintergrund in einem gemeinsamen Aufruf mit den in einer Projektgruppe organisierten Sozialverbänden Caritas, Diakonie und der Gewerkschaft ver.di, die stellvertretend für das Bündnis für soziale Gerechtigkeit agieren, geeignete Darmstädter Institutionen und Einrichtungen um ihre Mitarbeit gebeten.

„Wir möchten eine für alle Seiten unkonventionelle und unbürokratische Lösung finden und den Aufwand für die Ausgabe und Betreuung eines solchen Passes so gering wie möglich halten. Dass dies möglich ist, zeigt uns eine Kooperation, die die Wissenschaftsstadt Darmstadt seit kurzem mit dem Staatstheater Darmstadt hat und in deren Rahmen es den Leistungsberechtigten ermöglicht wird, zu ermäßigten Eintrittspreisen, Vorstellungen des Staatstheaters Darmstadt zu besuchen. Von der Einführung eines Sozialpasses versprechen wir uns, alle bereits vorhandenen Ermäßigungen/Vergünstigungen zu bündeln, d. h. eine Karte/ein Ausweis als Nachweis für die Anspruchsberechtigung für diesen Personenkreis, der für möglichst viele Institutionen und Einrichtungen gilt“, heißt es in dem gemeinsamen Schreiben, in dem außerdem um Informationen zu schon bestehenden oder im Zuge der Einführung eines Sozialpasses vorstellbaren Ermäßigungen und Vergünstigungen gebeten wird.

Online unter: http://www.darmstadt.de/portal/darmstadt-aktuell/article/sozialpass-fuer-beduerftige-menschen-in-darmstadtsozialdezernentin-barbara-akdeniz-und-sozialverb/index.htm

2 Kommentare

  1. In Wien bzw. nunmehr in weiten Teilen Österreichs gibt es auf Initiative des Schauspielhauses Wiens seit 2003 einen sehr erfolgreichen Kulturpass. Möge die Darmstädter Initiative ebenso erfolgreich sein!

    http://www.hungeraufkunstundkultur.at


  2. Und, wo ist er nun, der Darmstädter Sozialpass, mit dem sich die Darmstädter Sozialdezernentin im Mai 2012 noch profilieren wollte?
    Nach wie vor werden horrende Summen des Sozialhaushalts in untaugliche Bemühungen investiert, vorgeblich um Menschen aus ihrer „prekären“ Lage zu helfen. Doch letztlich dienen diese Bemühungen lediglich der Sicherung der Umsätze der Armutsindustrie

    Für die Betroffenen hat sich jedoch nach wie vor nichts geändert.

    Ihnen wird nach wie vor das Recht auf soziale und kulturelle Teilhabe vorenthalten, in ihrer ohnehin misslichen Lage, die gekennzeichnet ist vom Verlust des Selbstwertgefühls, fortschreitender sozialer Isolation und Existenzangst, werden sie noch weiter verhöhnt durch inhaltsleere Worthülsen und Absichtserklärungen, mit denen Politiker/-innen versuchen, ihre Verantwortung für die Schaffung der prekären Lage zu vertuschen.
    Oder ist es so, dass sich die aufgeklärte (vulgo: „grüne“) Mittelschicht den Genuss von Prosecco und Spritz bei ihren „hippen“ sozialen und kulturellen Events letztlich doch nicht durch den Anblick von „prekären Randexistenzen“ verderben lassen möchte?
    Wir sollten nie vergessen, dass der Mensch nicht vom Brot alleine lebt – oder, um es krasser auszudrücken, dass das Abschneiden von sozialer und kultureller Teilhabe essentielle Bestandteile der weißen Folter darstellen.

    Nun könnte man einerseits fragen: „Wenn wundert es, bei Mitgliedern einer Partei, unter deren Mitwirkung es zur großen ‚Arbeitsmarktreform‘ kam?“, man könnte andererseits aber auch sagen „Pfui Deibel!“.
    Lippenbekenntnisse und Krokodilstränen – das ist es, was wir von den von uns gewählten Vertretern erhalten haben – auf konkrete Taten können wir (bis zum Sankt Nimmerleinstag) warten.



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