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Presse zu neuer Teilhabecard in Darmstadt

3. Mai 2013

Alle Artikel zur Teilhabecard aus Darmstädter Echo, FAZ und FR als PDF…

Eine Karte, viele Ermäßigungen

Sozialpolitik – „Teilhabecard“ bündelt Vergünstigungen für Einkommensschwache

Etwa 15 000 einkommensschwachen Darmstädtern soll eine „Teilhabecard“ den Zugang zu kulturellen und sozialen Angeboten erleichtern. Die Stadt und das Bündnis für Soziale Gerechtigkeit haben das Angebot erarbeitet.

Anspruch auf die neue „Teilhabecard“ sollen alle Darmstädter erhalten, die ihren Lebensunterhalt nicht oder nicht vollständig alleine bestreiten. Wer Grundsicherung, Arbeitslosengeld II oder Leistungen nach dem Asylbewerberleistungsgesetz erhält, kann sie beantragen.

Die weiße Chipkarte bietet vergünstigten Eintritt zu kulturellen Einrichtungen wie dem Staatstheater sowie eine Ermäßigung im Kino. So kostet ein Ticket für Karteninhaber 5,50 Euro, unabhängig von Wochentag und Uhrzeit der Vorstellung. Gemeinsam mit dem Bündnis für Soziale Gerechtigkeit hat die Stadt das Angebot entwickelt. Im Juli sollen die ersten Bürger die personalisierte Karte erhalten, die jeweils ein Kalenderjahr gültig ist.

„Auch in einer reichen Stadt wie Darmstadt gibt es Armut“, sagt Oberbürgermeister Jochen Partsch. Momentan lebten rund 15 000 Darmstädter von Sozialleistungen. „Das kulturelle Leben macht unsere Stadt aus, daran sollen auch diese Menschen teilhaben“, betont er.

Die Teilhabecard bündele bestehende mit neuen Vergünstigungen, hebt Sozial- und Jugenddezernentin Barbara Akdeniz hervor. „Zusätzlich zu den Vergünstigungen können bald auch Leistungen des Bildungs- und Teilhabepaktes für Kinder und Jugendliche damit eingelöst werden“, so Akdeniz. Bislang werde hier mit einem aufwändigen Gutscheinsystem gearbeitet. So entfallen für Kinder aus einkommensschwachen Familien etwa Mitgliedsbeiträge in Sportvereinen.

Bastian Ripper vom Bündnis für Soziale Gerechtigkeit lobt besonders eine Neuerung des Angebots: Bisher mussten Bedürftige ihren Sozialhilfebescheid an der Kasse zeigen, um eine Ermäßigung zu erhalten. „Das war eine diskriminierende Veranstaltung.“ Die neue Vorlagekarte dagegen gebe nicht mehr Informationen preis als nötig.

Darmstädter Echo vom 03.05.2013

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