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GALIDA-Aktion: Datterich für Sozialticket!

25. September 2016

HEAG bezahle, wann mer Geld hat, des is kah Kunst: awwer bezahle, wann mer kahns hat, des is e Kunst…“

Strahlender Sonnenschein begleitete heute die GALIDA-Datterich-Aktion für die Einführung eines Sozialticket für Bus & Bahn in Darmstadt. 50% Ermässigung für Erwerbslose, Grundsicherungs- und Wohngeldempfänger und Flüchtlinge!

 

Wäre der Datterich heute unter uns, dann wäre er wohl Hartz IV-Empfänger. Er wüsste ein Lied davon zu singen, welche Folgen die ÖPNV-Preise für Bedürftige mit sich bringen und welche Hürden dadurch entstehen.

Hartz IV-„Regelbedarfe“ für Verkehr

So heißt seit 2011 der frühere „Regelsatz“, wie er Armutshaushalten als höchste Bedarfsstufe 1 zusteht: Für Verkehr insgesamt sind angesetzt: 25,45€, darunter:

Öffentlicher Nahverkehr 20,57 €

– Fahrräder u. Zubehör 2,01 €

– Fahrräder: Wartung / Reparatur 0,64 €

– Reisen 2,23 €

Eine einfache Fahrt von Kranichstein oder Eberstadt in die Innenstadt kostet mit der Tageskarte 4,90 €. Als Regelbedarf lässt sich also gerade viermal in die Stadt fahren. Eine Monatskarte muss von anderen Bedürfnissen abgezwackt werden, denn die kostet für Preisstufe 2 volle 68,10 €!

Sozialticket für Darmstadt muss her !

In vielen deutschen Städten, auch in Hessen gibt es schon Sozialtickets. Ein Sozialticket ist eine Ermäßigung auf Zeitkarten oder Einzelfahrscheine des Nahverkehrs. Es wird nach sozialen Gesichtspunkten gewährt. Damit ist beabsichtigt, ohnehin wegen Armut benachteiligte Menschen nicht noch durch für sie unerschwingliche Fahrpreise vom sozialen Leben abzuschneiden.

Für die GALIDA bedeutet eine Sozialticketregelung in Darmstadt einen Anspruch auf Preisermäßigung von 50 % für Monats- und Einzelfahrkarten. Wir setzen uns dafür ein, dass die Einführung eines solchen Sozialtickets im Rahmen der bestehenden „Teilhabecard“ erfolgt. Damit würde dem größten Teil der Sozialtransferempfänger in Darmstadt, die Menschen die Leistungen nach Hartz IV, dem SGB XII (Hilfe zum Lebensunterhalt / Grundsicherung im Alter), dem Asylbewerberleistungsgesetz oder Wohngeld erhalten, geholfen.

Die politisch Verantwortlichen in unserer Stadt könnten hiermit ein Zeichen setzen und soziale Teilhabe ganz praktisch in die Tat umsetzen.

Denn der Datterich würde zweifellos sagen:

„…is des Sozialticket e Nutze for Dammstadt odder net? – E bedeidender Nutze, ohne Froog.

2 Kommentare

  1. Tolle Aktion! Korrekterweise sollte die Sozialcard für alle MENSCHEN mit geringen Einkommen zukommen, egal ob diese sich Sozialleistungen und deren bürokratischen Regimen unterwerfen!
    In Wien ist zum Beispiel der Mobilpass nur für Bezieher der Mindestsicherung (= Hartz IV auf österreichisch) aber nicht für Notstandshilfebezieher, die sich nicht als „Aufstocker“ dem Mindestsicherungsregime mit Datamining unterwerfen. (Selbständige kriegen erst gar keine Minisicherung in Österreich!).
    Sozialpolitische Forderungen bitte immer auf möglichst breiter Basis stellen und so dem auseinanderdividieren der Bevölkerungsgruppen entgegen wirken!
    Solidarische, basisgewerkschafltiche Grüße aus Wien


  2. Hat dies auf AKTIVE ARBEITSLOSE rebloggt und kommentierte:
    Sehr feine Aktion, das Sozialticket sollte aber für ALLE Menschen mit wenig Einkommen da sein.



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